
Dieses Mal ohne großes Rund-Herum-Review sondern knapp und auf den Punkt zu den Bands meines inzwischen fünften Nova Rocks.
Ich liebe The Dillinger Escape Plan aber auch sie konnten das Unmögliche nicht schaffen und als Opener eines Festivals wirklich punkten. Die Band gab sich aber wie immer alle Mühe und Greg holte während “Sunshine The Werewolf” sogar persönlich einen Fan von der ersten Reihe auf die Bühne. Mir hat es gut gefallen aber viele neue Fans werden sie wohl leider nicht gewonnen haben.
Panasonic Youth
Milk Lizard
Room Full Of Eyes
Chinese Whispers
43% Burnt
Good Neighbor
Sunshine The Werewolf
Farewell, Mona Lisa
HELLYEAH waren für mich deswegen interessant, weil Mudvayne Sänger Chad sowie deren Gitarrist Greg Mitglied dieser Band sind. Vinnie Paul (Pantera) ist natürlich ebenfalls eine Erwähnung wert. Die Spielfreude und der Druck der Truppe war zu spüren aber mein Fall ist ihre Musik trotzdem nicht.
Super war der Roadie mit verfilzten Haaren und ein paar Dreads, der hinter den Verstärkermauern abging wie der ärgste Fan.
Airbourne wurden eher zufällig gesehen, weil ein Sofa im Coca Cola Turm frei geworden ist und wir somit in Bühnennähe blieben. Der AC/DC-Verschnitt wusste es Stimmung zu verbreiten und das wirklich zahlreich anwesende Publikum dankte.
Später spielten Hot Water Music auf der Red Stage. Im Vorfeld kannte ich nur “Poison”, das anfangs leider nicht gespielt wurde. Auf CD würde mir die Band vermutlich gefallen aber ohne Kenntnis von Songs war der Auftritt leider unspannend, weswegen ich mich nach einigen Songs wieder auf den Weg zur Blue Stage machte.
Dort spielte gleich Slash, der inzwischen stark gealterte Kult-Gitarrist von Guns N’ Roses. Unterstützt würde er von einer Band, deren Mitglied auch Alter Bridge Sänger Myles Kennedy war. Gespielt wurde fast nur Material von Slashs neuen Solo-Album. Für mich überraschend wurden auch einige GNR-Nummern zum Besten gegeben, bei denen die Stimmung erwartungsgemäß natürlich am Besten war.
Stone Sour beehrten nach drei Jahren Pause wieder das Nova Rock. Im Gepäck hatten sie drei neue Songs vom bald erscheinenden neuen Album “Audio Secrecy”. Diese klangen aber leider sehr unspektakulär. Ganz anders verhielt sich das vor vier Jahren als die Band damals ebenfalls neue Nummern vom noch nicht veröffentlichten Zweitwerk “Come What(ever) May” spielten und diese sofort ins Ohr gingen, v.a. “Made Of Scars”. Aber abwarten.
Der Auftritt selbst war gut und interessanterweise auch extrem locker. Besonders bemerkbar machte sich das, als Corey dem Publikum zu “Idle Hands” den, wie er selbst sagte, dümmsten Tanz überhaupt beibrachte und dafür aber sogar so viel Feedback erntete wie noch nie auf dieser Tour. Für dieses Jahr wurde noch ein Auftritt in Österreich angekündigt und da werde ich wohl mit ziemlicher Sicherheit wieder teilnehmen.
Mission Statement
Reborn
Made Of Scars
The Bitter End
Blotter
Your God
Through Glass
Idle Hands
Digital
Get Inside
Hell & Consequences
30/30-150
Die beiden Headliner des Tages, Deichkind und Rammstein, boten jeweils eine sehr interessante Bühnenshow aber musikalisch ist beides nicht meine Baustelle. Über die Texte müssen wir gar nicht erst reden.
Nachdem Flyfail Flyleaf das zweite Jahr in Folge abgesagt hatten, war der Nachmittag von interessanten Bands befreit und der Weg offen zu einem schönen Badetag am Neusiedler See.
Am Abend, nach einer Unwetterwarnung, starteten Hatebreed auf der Red Stage. Das ist eine Band, die live wohl nie enttäuschen kann. Die Mannen um Jamey Jasta machen stets Druck und liefern soviel Energie wie kaum eine andere Truppe. Dazu bekommt man noch Texte, die vielleicht teilweise plump klingen mögen, aber stets sehr positiv und motivierend sind.
Danach sah ich noch den Rest von Green Day (= gute zwei Stunden). Die Setlist war interessant, denn genau jede zweite Nummer war ein bekannter Hit, der Rest Füllmaterial. Im Großen und Ganzen bekam man, was erwartet wurde und Songs wie “Time Of Your Life”, “Minority” oder “American Idiot” live gehört zu haben, ist auch nett.
Wenn sogar die Verkäufer der Essensstände gut drauf sind und plötzlich viel freundlicher, wenn im Hintergrund “Basket Case” live läuft, dann hat das schon was interessantes.
Die heimlichen Headliner des Festivals spielten zwar wie alle anderen auch um 11 Uhr, nur Vormittags. Wendi’s Böhmische Blasmusik luden zum Frühshoppen (ink. Freibier) auf die Red Stage und die Leute pilgerten in Massen vor die Bühne. Die Stimmung war grandios und ich traue mich sagen, dass 12h später beim richtigen Headliner Bullet For My Valentine nicht recht viel mehr Leute waren.
Unearth lieferten später wieder eine solide Show, die man gar nicht viel kommentieren kann.
Endlich wieder im Lande waren As I Lay Dying. Im Gepäck hatten sie ihr neues Album “The Powerless Rise” von dem drei Nummern den Weg in die Setlist fanden.
Während “Within Destruction”, dem Circle Pit Song der Band, bot sich mir eines der besten Bilder, das ich jemals während eines Konzertes gesehen habe. Ein Typ neben mir klopfte seiner Freundin auf die Schulter, dass sie sich umdrehen solle, und ich tat aus Neugier dasselbe. Plötzlich hüpfte im Staub des Circle Pits ein Schöller-Eisverkäufer inkl. blauer Bekleidung und Eistruhe voll motiviert im Kreis mit dem Rest. Das muss man gesehen haben!
Die volle Spielzeit von 65 Minuten nutzten AILD leider nicht aus und und nach knapp über 50 Minuten war bereits Schluß. Der Auftritt selbst war aber extrem gut und stimmungsgeladen. Ich warte somit offiziell auf die hoffentlich bald folgende Clubtour!
94 Hours
An Ocean Between Us
Through Struggle
Beyond Our Suffering
The Sound Of Truth
Within Destruction
Vacancy
Condemned
Meaning In Tragedy
Confined
Nothing Left
Forever
Die Deftones. Eine meiner absoluten Lieblingsbands. Ohne große Worte. Ein Blick auf die Setlist und die Tatsache, dass ich in der zweiten Reihe in der Mitte stand, müssen reichen. Danke!
Rocket Skates
Diamond Eyes
Feiticeira
Elite
Knife Prty
CMND/CTRL
You’ve Seen The Butcher
Beauty School
Be Quiet And Drive (Far Away)
Lotion
My Own Summer (Shove It)
Birthmark
Sextape
Passenger
Change (In The House Of Flies)
7 Words
Killswitch Engage waren quasi Ersatz für Heaven and Hell und wurden erst kurz vor dem Festival angekündigt. Ich blieb ohne Erwartungen vor der Bühne und sah KsE nun inzwischen zum sechsten Mal. Von den letzten beiden Alben bin ich enttäuscht, da keine Weiterentwicklung oder Verbesserung zu hören ist, aber die alten Nummern haben es immer noch in sich, wie ich gleich merken würde.
Denn mit einer davon, “Rose Of Sharyn”, wurde nach einem witzigen Dance-Intro gestartet und die Stimmung war grandios! Die Band war in Top Form sowie bei bester Laune und das sprang sofort auf das Publikum über. Adams Ansagen war ebenfalls wieder einzigartig, teilweise sogar ernst, und der ganze Auftritt kann als einziger Gewinn verbucht werden. Überraschung des Festivals!
Rose Of Sharyn
Reckoning
Fixation On The Darkness
Starting Over
Breathe Life
The Forgotten
This Is Absolution
A Bid Farewell
Never Again
Self Revolution
My Last Serenade
Life To Lifeless
The End Of Heartache
My Curse
Holy Diver (Dio Cover)
Die Headliner des Tages Bullet For My Valentine und die Beatsteaks wurden zwar teilweise angesehen aber von großartigen neuen Erfahrungen oder Erkenntnissen kann ich in beiden Fällen nicht sprechen.
Insgesamt wieder ein sehr nettes Festival, auch wenn beim fünften Mal der Faktor des Besonderen inzwischen stark nachgelassen hat.

Heuer waren ein paar namhaftere Bands als in den letzten Jahren auf den Headliner-Slots des Give It A Name Festivals zu finden, weswegen es dieses Mal Open Air stattfand. Als wir kurz vor 19 Uhr endlich Einlass fanden, begann es leicht zu regnen, was aber ein paar Minuten später stoppte und zum Glück den restlichen Abend auch so blieb.
Als ich endlich nicht nur hörte was von der Bühne kam sondern es auch sehen konnte, waren Story Of The Year bereits am Ende ihres zweiten Songs und legten kurz darauf ihre beste Nummer “The Antidote” nach. Als ich sie zuletzt vor fünf Jahren gesehen habe, schrieb ich, dass diese Band Bewegung auf der Bühne definiert. So extrem würde ich den heutigen Auftritt zwar nicht beschreiben aber Rückwärtssaltos von den Amps, Kick-Flips mit Gitarre und gemeinsame Sprünge wurden durchaus zur Genüge praktiziert. Die Band wanderte auch gern rund um die Bühne herum, was sogar so weit ging, dass der Sänger nach einem Song den Bassisten suchte, da dieser irgendwo verschollen schien. Insgesamt ein Auftritt, der Spaß machte, auch dem zahlreich springenden Publikum vor der Bühne.
Als Sum 41 die Bühne betraten, merkte ich noch zu Geri an, der neben mir stand, dass ich nicht einmal ein einziges Lied dieser Band kenne. Fünf Sekunden und drei Akkorde später, musste ich aufschreien, dass ich unrecht hatte! “The Hell Song” war mir vom Hören durchaus ein Begriff, so wie auch noch der ein oder andere Song im Set. Angespielt wurden u.a. auch noch “Master Of Puppets” von Metallica (!) und “Paint It Black” von den Rolling Stones. Die Band verstand es gut mit dem Publikum umzugehen, verbreite viel Spielfreude und war somit eine durchaus positive Überraschung. Anmerken muss man aber, dass man den Sänger rein vom Aussehen und Stage-Acting auch mit Billy Joel von Green Day austauschen könnte und wohl niemand einen großen Unterschied merken würde. Von den Publikumsreaktionen und der Anzahl der Leute vor der Bühne aber die definitiven Gewinner des Abends.
Denn bei AFI leerte sich der Platz traurigerweise ziemlich. Vor drei Jahren an selber Stelle gab es mit “Prelude 12/21″ noch ein theatralisches Intro. Heute aber stürme die Band regelrecht die Bühne und legte mit “Medicate”, einer Single vom neuen Album “Crash Love”, los. Diese Scheibe war im Gegensatz zu den vorigen sehr straight und rockig gehalten. Das Hören macht zwar Spaß aber besonderen Tiefgang, also genau das was die Alben davor auszeichnete, vermisst man.
Davey war in den knappen 60 Minuten wieder nicht sehr redefreudig und zu mehr als zwei kurzen Ansagen um sich beim Publikum zu bedanken, reichte es nicht. Die Setlist kam auch ohne große Überraschungen aus. Einzig schön zu sehen waren “End Transmission”, die beste Nummer vom aktuellen Album, und “On The Arrow”, eine ruhige B-Side vom Vorgänger “Decemberunderground”.
“Sing The Sorrow”, AFIs Album von 2003, würde ich immer noch als das wichtigste Album in meinem Leben beschreiben, und natürlich war es nett, dass fünf Lieder davon gespielt wurden. Aber irgendwie … wollte es nicht stimmen. Der Auftritt 2006 im Backstage Werk war grandios und eines der besten Konzerte, das ich je erlebt habe! 2007 an selber Stelle wie heute war nett aber auch nicht viel mehr. Der Auftritt letztes Jahr am Frequency war wirklich enttäuschend, was man aber zum Teil auch auf den Slot am Nachmittag schieben kann. Heute war wieder besser als zuletzt aber auch hier wollte sich die besondere Stimmung, die die Alben auszeichnet, nicht einstellen.
Schade, ich glaube die großartigen AFI von 2003 bis 2006 sind wohl endgültig tot. RIP.
Medicate
Girl’s Not Grey
The Leaving Song Pt. II
I Am Trying Very Hard To Be Here
Kill Caustic
End Transmission
Perfect Fit
Beautiful Thieves
Dancing Through Sunday
On The Arrow
Death Of Seasons
Miss Murder
The Days Of The Phoenix
Love Like Winter
Silver and Cold
The Chariot stehen für eine der wildesten und intensivsten Shows, die dieser Planet jemals in kleinen Clubs gesehen hat. Für ihre Europa-Headliner-Tour holte man noch iwrestledabearonce als Support ins Boot, die eine konfuse Mischung von … eigentlich jedem erdenklichen Musikstil fabrizieren. Gefrontet noch dazu von einer Frau.
Sieben Jahre nach der Bandgründung standen The Chariot nun endlich auch in Wien auf einer Bühne. Ich hatte das Vergnügen bereits letztes Jahr in Prag als sie mit Protest The Hero auf Tour waren.
Kurzfristig als Opener wurden Seeds Of Blood aus dem Burgenland bestätigt. Die sehr junge Metalcore Truppe war spielerisch teils zwar noch etwas holprig unterwegs aber in Anbetracht des Alters war das durchaus eine reife Leistung.
Es folgte der Europa-Tour-Support The Eyes Of A Traitor, die ebenfalls irgendwo zwischen Metalcore und Hardcore anzusiedeln sind. Diese spielten aber relative Standard-Kost und konnten somit maximal unterhalten aber nicht beeindrucken.
Ganz anders verhielt sich das schon bei iwrestledabearonce. Wie eingangs angesprochen mixt die Band so ziemlich jeden erdenklichen Musikstil in ihr wildes Etwas. Das mag für ungeschulte Ohren nach chaotischem Krach klingen und … weit weg von der Wahrheit ist das auch gar nicht. Dieser Krach macht allerdings Spaß, wirklich Spaß. Neben den vier Musikern befand sich eine Dame hinterm Mikro, die sowohl super singen als auch wie … ein Bär brüllen konnte (sorry für den platten Wortwitz). In den 30 Minuten Spielzeit schafften sie es bleibenden Eindruck zu hinterlassen und das Publikum zu lauten Zugaberufen zu motivieren, die leider unbeantwortet blieben.
Interessanterweise leerte sich die zuvor gut gefüllte kleine Arena Halle sofort nach dem Auftritt und auch als The Chariot loslegten, kehrten nicht allzu viele Seelen zurück. Doch es war egal.
Die Band spielte als gäbe es kein Morgen. In den 40 Minuten prügelte man einen Song nach dem anderen ins Publikum, die nur von lauten Feedback-Orgien unterbrochen wurden. Josh warf sein Mikro herum. Der schwarze Gitarrist mit Dreads verbrachte den Großteil des Konzerts vor seiner Monitorbox oder gleich vor der Bühne. Bassist KC Wolf machte seinem Namen inzwischen alle Ehre und zwischen den langen Haaren überall auf seinem Kopf war nur mehr wenig Gesicht zu erkennen. Während einer der Feedback-Orgien übergab er sein Instrument an Josh um zwei Minuten wie ein Irrer auf der Bühne herumzutanzen und auf eine Tom einzuschlagen. Das Schlagzeug wurde auch nicht nur einmal demoniert bzw. demoliert. Drummer David saß auch so gierig hinter seinem niedrig gebauten Kit als wolle er jede Sekunde die Leute in der ersten Reihe, zu denen auch ich mich zählte, anspringen.
Grandiose Show, ehrlich!
Teach:
Evolve:
Back To Back
They Faced Each Other
They Drew Their Swords
And Shot Each Other
Abandon.
Good Night My Lady, And A Forever Farewell
Die Interviewer (I Am Only Speaking In German)
Yanni Deep
Before There Was Atlanta, There Was Douglasville
Giveth
Daggers
The Deaf Policemen
(Setlist von einem Gig im Februar, dürfte aber dieselbe gewesen sein)
Immer noch die beste Partyband der Welt! Wahnsinns-Musiker, die alle supersympathisch sind und mit denen man nachher noch ein Bier trinken kann. Das nach einem Konzert von 1h 50min. Super Abend!
Für eine nähere Beschreibung der Band verweise auf das letzte Review.
Breaking The Law (Judas Priest Cover)
Kirby Hill
You Shook Me All Night Long (AC/DC Cover)
Centerfold (The J. Geils Band Cover)
Detroit Rock City (KISS Cover)
Hell’s Bells (AC/DC Cover)
Black Dog (Led Zeppelin Cover)
Tolerance
Walk This Way (Aerosmith Cover)
Ace Of Spades (Motörhead Cover)
Alien Abduction Probe
Eine Kleine Trinkmusik (Wolfgang Amadeus Mozart Cover)
Bohemian Rhapsody (Queen Cover)
Corn Liquor
Bad Moon Rising (Creedence Clearwater Revival Cover)
In The Backyard
War Pigs (Black Sabbath Cover)
She Was Skinny When I Met Her
Fat Bottomed Girls (Queen Cover)
I’m Keeping Your Poop
Holiday (Green Day Cover)
[Instrumental Interlude]
Moonshiner’s Daughter (?)
[Merchandise Song]
Highway To Hell (AC/DC Cover)
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Eternal Flame (The Bangles Cover)
Dueling Banjos
Endlich ließen sich Katatonia in Österreich blicken, nachdem aus dem Porcupine Tree Support letztes Jahr nichts wurde und die Band unserem Land generell schon lange einen Auftritt schuldig war. Vergangenen November veröffentlichten sie ihr bereits achtes Album “Night Is The New Day” und gingen nun auf Headliner Tour durch Europa.
An diesem Abend wurde man Zeuge von drei sehr unterschiedlichen Bands. Den Beginn machten Long Distance Calling aus Deutschland, die letztes Jahr mit “Avoid The Light” meiner Meinung nach eines der spannendsten Alben des Post-Rock Genres veröffentlicht hatten. Auf diesem eigentlich instrumentalen Werk findet sich auch ein Song mit Katatonia Sänger Jonas, dessen Performance an diesem Abend natürlich erwartet wurde. Leider wurde man in dieser Hinsicht aber enttäuscht. Die Band lieferte in den 35 Minuten aber natürlich trotzdem eine gute Performance ab, auch wenn meine Begeisterung für dieses Genre schon mal größer war.
Swallow The Sun werden als Melodic Death / Doom Metal beschrieben. Mit dem Gekeife vertrieben sie mich aber schnell wieder aus dem Saal. Den Leuten schien es aber zu gefallen.
Sogar fünf Minuten früher als angesetzt betraten Katatonia die Bühne und starteten standesgemäß mit dem Opener des neuestens Werks namens “Forsaker”, der gleichzeitig für mich auch einer ihrer besten Songs ist.
Katatonia zu beschreiben ist einerseits sehr schwer aber andererseits könnte man es sich auch leicht machen und sie als melodische Version von Opeth bezeichnen. Die Sänger beider Bands sind nicht nur beste Freunde sondern klingen auch nicht unähnlich. Katatonia machen Musik mit Tiefgang. Musik, die berührt. Musik, die sehr dunkel und verzweifelt sein kann aber gleichzeitig auch viel Schönheit beinhaltet.
Jonas wurde nicht müde sich zu bedanken für all die Leute, die an diesem Abend gekommen waren. Es ist jedes Mal aufs neue schön zu sehen, wenn eine Band ihren Erfolg nicht als selbstverständlich hinnimmt.
In 95 Minuten und 19 Songs wurde ein Querschnitt über fast alle Alben geboten, wobei die aktuelleren natürlich mehr beachtet wurden. Die Performance war astrein, auch die mir nicht bekannten Songs nahmen mich mit. Viel Show oder Bewegung auf der Bühne darf man sich bei Katatonia nicht erwarten, dafür umso mehr Emotion.
Forsaker
Consternation
Liberation
Day And Then The Shade
Onward Into Battle
Soil’s Song
Wealth
Teargas
Saw You Drown
Idle Blood
My Twin
The Longest Year
Criminals
July
Evidence
Tonight’s Music
For My Demons
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Dispossession
Ghost Of The Sun
Zwei Wochen später kann ich hier inzwischen von Good Old Memories sprechen.
Letzten Juli wurde unser Paris Urlaub extra rund um das Datum des dortigen Auftritts der Dave Matthews Band gelegt und ich war begeistert.
Die Band reiste Anfangs 2010 überraschenderweise wieder über den großen Teich und das für die bisher längste Europa-Tour ihrer Karriere. Dabei machte man auch erstmals in Wien und München halt. Wer dabei war, muss wohl nicht extra erwähnt werden.
Die Dave Matthews Band ist dafür bekannt, dass sie ihre Setlist von Nacht zu Nacht sehr drastisch verändern, was eine äußerst gute Sache ist und mehr Bands in dieser Form aufgreifen sollten. Im Moment werden nur viele Songs des aktuellen Albums “Big Whiskey & The GrooGrux King” gespielt, die jeden Abend zu hören sind.
Für mich war es etwas enttäuschend, dass die Setlist von Wien gerade sehr ähnlich zu der letztes Jahr in Paris sein musste. Trotzdem war es ein wirklich gutes Konzert. Absolut nicht gerechnet hätte ich mit “Stay Or Leave” von Daves Solo-Album, sogar gleich als zweiten Song. Ebenfalls toll war “Sister”, ein bisher nur auf Live-Alben veröffentliches Stück, den Dave & Tim als erste Zugabe spielten. Absolutes Highlight der Show war aber das erhoffte “Tripping Billies”! Auch unbedingt genannt werden muss das schöne “So Damn Lucky”.
Das Konzert dauerte wieder sagenhafte 2h 35min.
Bartender
Stay Or Leave
Funny The Way It Is
Seven
Grey Street
Where Are You Going
Shake Me Like A Monkey
Lying In The Hands Of God
Everyday
Why I Am
Jimi Thing
Spaceman
Ants Marching
You & Me
So Damn Lucky
Tripping Billies
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Sister
You Might Die Trying
Die Vorfreude für den Tag darauf in München stieg nach diesem Konzert noch mehr, eben weil die Hoffnung groß war, dass an diesem Abend etliche Lieder gespielt werden, die ich noch nie live gehört hatte. Ich sollte recht behalten.
Das Zenith stellte sich aber leider als unfreundliche Fabrikshalle heraus und konnte somit genau wie das Gasometer nicht mal annähernd dem Pariser L’Olympia Stand halten. Eröffnet wurde auch gleich mit einer Live-Premiere für mich: “Pantala Naga Pampa » Rapunzel”. Das war zwar nicht das erhoffte “Don’t Drink The Water” aber doch sehr nice. Der dritte Song “You Might Die Trying” wurde in Wien noch als Zugabe gespielt und war abseits der neuen Nummern die einzige Wiederholung vom Vorabend. Der Song kam an diesem Abend wieder mit wesentlich mehr Energie durch die Boxen.
Es folgte eine Serie an neuen Songs, wobei ich überrascht war wie gut “Squirm” live wirkte. Mit “Crash Into Me” folgte später ein Bandklassiker, auf den ich gehofft hatte. Das folgende “Lying In The Hands Of God” kam auch wesentlich intensiver als am Vorabend und v.a. Jeff steigerte sich bei seinem Solo-Teil so unglaublich in den Song hinein.
Das “Burning Down The House” Cover war kurz, laut, intensiv und sicher eines der Highlights des Abends. Aber das Beste immer am Schluß heißt es doch. Es wurde kurz “Still Water” angespielt, das auch schon lange Zeit nicht mehr Platz im Set fand, und plötzlich erklangen die ersten Töne meines Lieblingssongs “Don’t Drink The Water” und ich war der wohl glücklichste Mensch auf der Welt. Recht viel bessere Minuten werden dieses Jahr nicht mehr folgen.
Den Zugabe-Teil began diesen Abend Dave komplett allein und spielte “Baby Blue” vom aktuellen Album, das live auch viel besser wirkte als auf Platte. Als die Band wieder die Bühne betrat und das knapp 20 Minuten lange “Two Step” begann, füllte sich der Saal wieder mit einer unglaublichen Energie. Absoluter Höhepunkt war der Jam vom Drummer Carter, der hier nochmals so richtig klar machte, dass er zu den besten Trommlern der Welt gehört.
Carter verteilte ein zweites Mal fleissig Drumsticks, 2h und 25min waren bereits vergangen, die Band verließ die Bühne und man glaubte das Ende eines fantastischen Konzerts erreicht zu haben. Falsch gedacht. Dave Matthews und seine Mannen kamen erneut zurück und ich konnte mein Glück nicht fassen als das Licht ausging, nur ein Spot auf Stefan Lessard schien und er sein Bass-Solo startete. “All Along The Watchtower” und somit einer meiner sehnsüchtigsten Wünsche wurde eingeleitet und legte nochmals einen drauf.
Einfach wunderbar, vielen Dank!
Pantala Naga Pampa » Rapunzel
Funny The Way It Is
You Might Die Trying
Seven
Why I Am
Squirm
Spaceman
Crash Into Me
Lying In The Hands Of God
Burning Down The House (Talking Heads Cover)
You & Me
Crush
Alligator Pie
Shake Me Like A Monkey
Still Water (Daniel Lanois Cover) » Don’t Drink The Water
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Baby Blue
Two Step
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All Along The Watchtower (Bob Dylan Cover)
Der Dave Matthews Band Bericht muss waren, der von gerade eben ist frischer und kürzer.
Gestartet haben bereits um 19 Uhr Between The Buried And Me, die zwar musikalisch teils auch sehr hart werden aber musikalisch doch nicht in das Gesamt-Package von heute passen. Zu melodisch, episch und verspielt. Soll mich nicht stören, denn so ist immerhin eine interessante Vorband am Start. Von den Songlängen herrschen hier Opeth-Verhältnisse und so kommt man bei 30 Minuten Spielzeit auf ganze zwei Songs.
Fossil Genera – A Feed From Cloud Mountain
White Walls
Wie Reini von Stormbringer.at, der kurz vor mir stand, richtig anmerkte: “Egal, wenn sie genial sind.” Recht hat er.
Der Sänger/Keyboarder erinnerte teils öfters an Mike Patton und das ist durchaus positiv gemeint. Generell ein interessanter Auftritt, wenn auch im falschen Umfeld. Gerne wieder, aber dann bitte als Headliner.
August Burns Red und Job For A Cowboy hatte ich trotz enormer Live-Präsenz in Österreich ebenfalls noch nie live erlebt, was sich aber als kein Fehler heraus stellte. Beides extrem monotone harte Musik. Langweilig. Next.
Lamb Of God hingegen standen heute das erste Mal seit Ewigkeiten wieder auf einer Bühne in Good Ol’ Austria. Meine bisherigen drei Male mit dieser Band habe ich alle in Deutschland erlebt. Der Publikumspreis geht hier aber eindeutig an uns. Die ausverkaufte Arena gab Gas und das die ganzen 75 Minuten lang. Schon vor “In Your Words” wurde ein riesiger Kreis gebildet und beim Auftakt des Gigs stürmten die Leute aufeinander zu. Ein kleiner Fingerdreh von Randy reichte später auch aus um einen Circle Pit anzustacheln.
Die Lorbeeren gebühren aber natürlich auch der Band. Diese spielten einen wahnsinnig guten Auftritt, der vom eigenen Lightning Rig perfekt unterstützt wurde. Die Setlist von der grandiosen Show letzten Sommer in München wurde quasi nochmals gespielt, allerdings erweitert um drei Songs.
Die Stimmung war bombastisch und der Auftritt tadellos. So soll es sein.
The Passing
In Your Words
Set To Fail
Walk With Me In Hell
Now You’ve Got Something To Die For
Ruin
Hourglass
Dead Seeds
Blacken The Cursed Sun
Grace
Broken Hands
Laid To Rest
Contractor
Vigil
Redneck
Black Label
Die Dave Matthews Band gastiert am Freitag in Wien und am Tag darauf in München. Ich bin voller freudiger Erwartung und habe folgende Wunschliste für die beiden Konzerte:
The Dreaming Tree
All Along The Watchtower (Bob Dylan Cover)
Don’t Drink The Water
Grace Is Gone
#41
What You Are
Tripping Billies
Dancing Nancies
Out Of My Hands
Crush
Crash Into Me
Bartender
When The World Ends
Too Much
Two Step
You Might Die Trying
Hunger For The Great Light
Gravedigger
Durchgestrichene Songs habe ich bereits letztes Jahr bei meinem bisher einzigen DMB-Konzert in Paris gehört. Wiederholungen sind erwünscht.
Wenn alles gut geht, dann haben sie im Juli in New York auch zwei weitere Möglichkeiten Songs von dieser Liste zu streichen ;)